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Coups de cœur Cultura
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Um 5:42 Uhr geht Daxon laufen. Als er zurückkehrt, ist die Welt noch da: Häuser, Straßen, Autos, Supermärkte, Krankenhäuser, Flughäfen, Stromleitungen, Maschinen. Doch etwas Entscheidendes fehlt. Es gibt keine Menschen mehr. Keine Tiere. Keine Vögel, keine Insekten, keine Hunde, keine Fische. Das tierische Leben ist aus der Welt verschwunden, ohne Körper, ohne Erklärung, ohne sichtbare Gewalt.
Daxon beginnt nicht mit Panik, sondern mit Prüfung. Er kartografiert die leere Stadt, untersucht Kameras, Krankenhäuser, Funkfrequenzen und technische Systeme. Aus einem Haus wird eine Basis. Aus einer Nachbarschaft wird ein Bezirk. Aus Versorgung wird Methode. Während die alte Infrastruktur langsam ausfällt, baut er ein Netz aus Energie, Wasser, Routen, Depots, Hangars und Beobachtungspunkten.
Jahre vergehen. Daxon erweitert seinen Radius über Städte, Wüsten, Küsten, Flughäfen und Ozeane. Er überquert den Atlantik, reduziert Fabriken, bewahrt Maschinen und versucht, die letzte menschliche Ordnung in einer Welt zu erhalten, die sich nicht mehr um den Menschen dreht. Doch während die Technik verlängert, wächst ein anderes Reich: Bäume, Wurzeln, Schatten, Feuchtigkeit, Wälder und Pflanzen nehmen die Erde zurück.
Der einzige Bewohner ist ein literarischer postapokalyptischer Roman über Einsamkeit, Technik, Ordnung, Alter, Erinnerung und das Ende der menschlichen Zentralität. Keine Zombies. Keine Schlachten. Keine neue Gesellschaft. Nur ein letzter Mensch, der versucht, die Welt lange genug lesbar zu halten, bevor auch die letzte menschliche Insel Wald wird.