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Seit Jahrtausenden zieht er unsere Blicke auf sich — dieser rostende, rötlich glühende Wanderer am Nachthimmel. Die alten Babylonier nannten ihn Nergal, den Gott des Todes. Die Römer sahen in ihm den Kriegsgott Mars. Und wir? Wir schickten Roboter dorthin.
Dieses Buch erzählt die Geschichte unserer ewigen Faszination für den Roten Planeten — als ruhige Einschlaf-Lektüre, erzählerisch und detailreich.
Du reist zurück zu Giovanni Schiaparelli, der 1877 durch sein Teleskop etwas Unglaubliches zu sehen glaubte: Kanäle auf dem Mars. Du begegnest Percival Lowell, dem exzentrischen Millionär, der sein Leben der Suche nach einer marsianischen Zivilisation widmete — und H.G. Wells, der daraus den ersten großen Science-Fiction-Schrecken der Geschichte machte.
Du erlebst den Schock des Jahres 1965: Als Mariner 4 die ersten Nahaufnahmen schickte, sahen Menschen zum ersten Mal, was der Mars wirklich war — eine tote, ausgedörrte Wüste. Kein Leben. Keine Kanäle. Nur Krater.
Und doch gaben wir nicht auf.
Du verfolgst die Viking-Lander, die 1976 nach Spuren von Leben suchten — und eine Antwort lieferten, die bis heute umstritten ist. Du siehst das "Gesicht auf dem Mars", das Millionen Menschen in Atem hielt. Du begleitest die einsamen Rover, die jahrelang durch rote Wüsten rollten und Beweise für flüssiges Wasser in der Marsvergangenheit entdeckten.
Und du fragst dich am Ende: Waren wir je allein?
Teil der Reihe "Astronomie"